Die Sole-Wasser-Wärmepumpe – auch Erdwärmepumpe genannt – gilt als die effizienteste Wärmepumpen-Technologie: Sie nutzt die ganzjährig konstante Temperatur des Erdreichs und erreicht dadurch einen COP von 4,5 bis 5,5. Mit 35.000 bis 50.000 € vor Förderung liegen die Kosten allerdings deutlich über denen einer Luft-Wasser-Wärmepumpe – vor allem wegen der notwendigen Erdarbeiten. Wir zeigen, woraus sich diese Kosten zusammensetzen.
Kostenaufschlüsselung: Gerät, Erdarbeiten, Installation
Die Gesamtkosten einer Sole-Wasser-Wärmepumpe setzen sich aus drei wesentlichen Blöcken zusammen:
- Wärmepumpe selbst: Anschaffungskosten des Geräts, abhängig von Leistung und Hersteller.
- Erdarbeiten (Bohrung oder Kollektor): der mit Abstand größte Kostenunterschied zur Luft-Wasser-Wärmepumpe – abhängig von Grundstücksgröße, Bodenbeschaffenheit und gewählter Erdwärmenutzung.
- Installation: hydraulischer Einbau, Anschluss an das Heizsystem, Regelungstechnik.
Erdsonde oder Erdkollektor – was ist der Unterschied?
Für die Wärmegewinnung aus dem Erdreich gibt es zwei gängige Verfahren:
- Erdsonde (Tiefenbohrung): Eine oder mehrere Sonden werden senkrecht bis in mehrere Dutzend Meter Tiefe gebohrt. Vorteil: geringer Platzbedarf an der Oberfläche, ideal für kleinere Grundstücke. Nachteil: höhere Kosten durch die Bohrung selbst und in den meisten Bundesländern eine wasserrechtliche Genehmigungspflicht.
- Erdkollektor (Flächenkollektor): Rohrschlangen werden knapp unterhalb der Frostgrenze horizontal im Garten verlegt. Vorteil: meist günstiger, oft ohne Bohrgenehmigung möglich. Nachteil: benötigt eine deutlich größere unbebaute und unbepflanzte Grundstücksfläche.
Genehmigungsverfahren bei der Erdsonde
Eine Erdwärmebohrung ist in der Regel bei der zuständigen unteren Wasserbehörde (meist beim Landkreis oder der kreisfreien Stadt angesiedelt) genehmigungspflichtig, da in den Untergrund und potenziell ins Grundwasser eingegriffen wird. Die Bearbeitungsdauer variiert je nach Region und Auslastung der Behörde, sollte aber frühzeitig in die Projektplanung eingerechnet werden. Wir übernehmen die Beantragung und Abstimmung mit der zuständigen Behörde für Sie.
Warum sich die Mehrkosten oft lohnen
Die höhere Anfangsinvestition einer Sole-Wasser-Wärmepumpe relativiert sich über die Nutzungsdauer durch zwei Effekte: Erstens ist die Anlage wetterunabhängig konstant effizient – anders als eine Luft-Wasser-Wärmepumpe verliert sie auch an sehr kalten Wintertagen nicht an Leistung. Zweitens ist der Betrieb dadurch besonders leise, da kein Außenventilator benötigt wird. Wer langfristig plant und ein geeignetes Grundstück hat, profitiert von den niedrigsten Betriebskosten aller Wärmepumpen-Typen.
Förderung für die Sole-Wasser-Wärmepumpe
Auch die Sole-Wasser-Wärmepumpe profitiert von der Grundförderung von 30%. Selbstnutzende Eigentümer, die eine alte, funktionstüchtige fossile Heizung austauschen, erhalten zusätzlich den Klimageschwindigkeitsbonus von 16%, mit dem gestaffelten Einkommensbonus (bis zu weiteren 40% bei niedrigerem Einkommen) sind insgesamt bis zu 80% möglich – Details dazu auf unserer Förderungs-Übersicht. Bei Vermietung gilt dagegen nur die Grundförderung von 30%. Wegen der insgesamt höheren Investitionssumme lohnt sich bei der Sole-Wasser-Wärmepumpe eine genaue individuelle Berechnung besonders.
Fazit
Die Sole-Wasser-Wärmepumpe ist die richtige Wahl für alle, die auf lange Sicht die höchste Effizienz und den leisesten Betrieb suchen und ein Grundstück haben, das die nötigen Erdarbeiten zulässt. Ob eine Erdsonde oder ein Erdkollektor für Ihr Grundstück infrage kommt und welche Kosten konkret anfallen, klären wir im Rahmen einer individuellen Vor-Ort-Prüfung.
Fordern Sie jetzt Ihr kostenloses Angebot an – wir prüfen, ob eine Sole-Wasser-Wärmepumpe für Ihr Grundstück geeignet ist, und übernehmen bei Bedarf die komplette Genehmigungsplanung.
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